Interpersonale
Attraktion
positive Bewertung persönlicher Eigenschaften:
der Effekt des Gemocht werdens
die Erfahrung des Gemocht-werdens steigert die
interpersonale Attraktion
Rückmeldung des Gemocht-werdens steigert das das
Selbstwertgefühl → positive Vertsärkung
Erfahrung von Kritik bedroht Selbstwertgefühl →
negative Verstärkung
Ähnlichkeit oder Gegensätzlichkeit
Ähnlichkeit kann sich auf Einstellungen, Werte,
sozioökonomische Merkmale und Persönlichkeitsmerkmale beziehen
Zusammenhang zwischen Ähnlichkeit und Attraktion ist
positiv und linear
Proportion ähnlicher Einstellungen stellt die
entscheidende Determinante der interpersonalen Attraktion dar
Verstärkungs-Affekt-Modell der Attraktion
Reize die als Verstärker fungieren, können als
unkonditionierter Stimulus (US) für eine implizite affektive
Reaktion dienen; die implizite affektive Reaktion variiert zwischen
den Polen angenehm und unangenehm
jede Person, die mit dem Auftreten des US räumlich /
zeitlich assoziiert ist, kann die Eigenschaft eines bedingten
Stimulus (CS) erwerben
die implizite affektive Reaktion färbt die bewertende
Reaktion auf den CS, die bedingte Reaktion; wenn die implizite
Reaktion angenehm ist, wird der CS positiv bewertet, ist sie
unangenehm, wird der CS negativ bewertet
bewertende Reaktionen umfassen:
Einschätzungen des Mögens
Annäherungs-/ Vermeidungsreaktion
Präferenzurteile (z.b. Bildung von Rangreihen)
wird die andere Person mit positiven Erfahrungen
assoziiert, wird sie gemocht; wird sie mit negativen Erfahrungen
assoziiert, wird sie nicht gemocht
damit eine solche assoziative Verknüpfung zustande
kommt, ist es nicht erforderlich, dass die andere Person der
tatsächliche Urheber der Kommunikation ist
eine Implikation besteht darin,
dass Einstellungen, die als Verstärker benutzt werden, von der zu
bewertenden Person nicht als Urheber hervorgebracht werden müssen
→ ausreichend wenn solche Einstellungen nur vorgelesen oder in
anderer Weise dargeboten werden, während die andere Person
anwesend ist, so dass sie mit dem unkonditionierten Reiz assoziiert
werden kann
Validierung des eigenen Standpunkts durch Zustimmung →
Bestätigung der eigenen Meinung als befriedigend, Kritik als
frustrierend erlebt
Ähnlichkeit in Persönlichkeitsmerkmalen
zwei Merkmale berücksichtigt:
Ähnlichkeit im Persönlichkeitsmerkmal
Represser-Sensitizer steigert das Mögen
Attraktion nimmt kontinuierlich mit der Ähnlichkeit
zu
Personen schätzen ihren romantischen Partner als
besonders attraktiv ein, wenn er den gleichen Bindungsstil wie sie
selbst aufweist
Partner, die eine hohe Bindungssicherheit zeigten,
wurden als besonders attraktiv eingeschätzt
Bindungsstile, die wenig Vermeidung beinhalten, rufen
mehr Attraktion hervor als Bindungsstile mit hoher
Vermeidungskomponente
Komplementarität (Gegensätzlichkeit) der
Bindungsstile wirkt sich negativ aus
Ehepartner sind durch Übereinstimmung in einer
Vielzahl von Merkmalen gekennzeichnet → soziale Schicht,
Religiosität, Bildungsniveau, Intelligenz, Persönlichkeit, Werte;
höchste Korrelation findet sich bei Werte und Autoritarismus
Gegenseitigkeit des Mögens
positive Bewertung persönlicher Eigenschaften wirkt
stärker als Einstellungsähnlichkeit
Kongruitätsprinzip → Tendenz, die Gefühle anderer
uns gegenüber übereinstimmend mit den eigenen Gefühlen
wahrzunehmen
die Wahrnehmung, dass man vom Anderen gemocht wird,
führt dazu dass man den Anderen mag
Attraktionspush durch i-sharing → das Selbst macht
die subjektive Erfahrung, mit einer anderen Person etwas Besonderes
zu teilen
i-sharing erhöht die interpersonale Attraktion
unabhängig davon, ob die andere Person objektiv ähnlich oder
unähnlich ist
geteilte subjektive Erfahrung ist eine Determinante
des Mögens, die dazu beitragen kann, dass Differenzen aufgrund
objektiver Unähnlichkeit zwischen zwei Personen überbrückt
werden können
Rolle der Information und kognitive Schlussfolgerung
neben emotionalen Einflüssen spielt auch die
Information eine wichitige Rolle
man unterstellt einer anderen Person eine hohe
Ähnlichkeit wenn man sie mag, und eine geringe Ähnlichkeit wenn
man sie nicht mag
man kann zwischen kognitiver und affektiver Bewertung
unterscheiden
Balancetheorie: harmonische Systeme fördern die
interpersonale Harmonie
die interpersonale Attraktion folgt einem Schema der
Konsistenz → wird in der Balancetheorie dargestellt
auf Grundlage dieser Theorie werden die Relationen
zwischen der Person (das Selbst), einer anderen Person und einem
Einstellungsobjekt (Entität) betrachtet, die eine Triade bilden
die drei Elemente einer Triade können in einer
balancierten oder einer unbalancierten Beziehung zueinander stehen
Triaden in denen das Selbst die andere Person mag und
beide eine ähnliche Einstellung haben, sind balanciert
wird die andere Person nicht gemocht und es liegt eine
Einstellungsähnlichkeit vor, besteht ebenfalls Balance
Triaden, in denen das Selbst die andere Person mag und
in denen eine Einstellungsunähnlichkeit (positive Einstellung vs.
negative Einstellung) vorliegt, sind unausgeglichen
balancierte Strukturen werden als angenehmer empfunden
als unbalancierte
Nähe und Häufigkeit des Zusammentreffens
Perfektion und Attraktion
perfekte Menschen können irritierend wirken →
Bewusstwerden der eigenen Unvollkommenheit → Gefahr dass perfekte
Menschen auf einen selbst herabblicken, wenn sie diese
Unvollkommenheiten erkennen
ein Fehler kann unter bestimmten Umständen die
interpersonale Attraktion erhöhen → durch kleine Fehler wird eine
scheinbar perfekte Person dem Beurteiler näher gebracht →
Vermenschlichung des Perfekten
kognitive und affektive Bewertung einer anderen Person
müssen nicht immer übereinstimmen
kognitive Bewertung → spiegelt relativ objektiv die
Qualität einer anderen Person wider
affektive Bewertung → irrationale
Tendenz kommt zum Tragen wenn eine Selbstwertbedrohung zu
verzeichnen ist
Auftreten der Selbstwertbedrohung hat etwas damit zu
tun, dass wir uns selbst als unvollkommen wahrnehmen, wird uns
Perfektion vorgelebt, fühlen wir uns in Frage gestellt
Perfektion ist bewundernswert, erscheint uns aber als
wenig menschlich
Aktual-Selbst und Ideal-Selbst