søndag 1. mai 2016

Marketingstrategien

Marketingstrategien

  • Marketingstrategie sind bestimmte langfristige Verhaltensmuster/Verhaltensgrundsätze für das Marketing
  • Grundsatzfragen und -entscheidungen werden definiert und grundsätzliche Stoßrichtungen des Handelns vorgegeben
  • Marketingstrategien sind das Bindeglied zwischen Marketingzielen und Marketinginstrumenten und sorgen dafür dass operative Marketinginstrumente zielgerichtet eingesetzt werden
  • Marketingstrategien haben eine Lenkungsfunktion, führen zu wirtschaftlichem Einsatz der Mittel des Marketingbudgets
  • haben langfristigen Grundsatzcharakter
  • Unterschied zwischen Strategie und Taktik
    • Strategie
      • Grundsatzrichtlinien
      • schwer zu korrigieren
      • oft zeitverzögert wirksam
      • mittel- langfristig orientiert
      • komplex, schlecht strukturiertes Umfeld
      • ganzheitliches Denken
      • qualitative Betrachtung
      • Prognose problematisch
      • Effektivität als Grundorientierung
    • Taktik
      • laufende Handlungen
      • relativ leicht zu korrigieren
      • sofort wirksam
      • kurzfristig orientiert
      • gut überschaubar, strukturiert
      • einzelne Aktionsbereiche im Vordergrund
      • quantitative Betrachtung
      • Effizienz als Grundorientierung

Strategisches Marketing

Strategisches Marketing

  • strategisches Marketing ist die langfristige und ganzheitliche Dimension des Marketing als Führungskonzeption
  • Aufgabe des strategischen Marketings ist es grundsätzliche Erfolgspotentiale des Unternehmens zu entdecken, auszubauen, zu sichern und Risiken zu erkennen und abzubauen
  • Kernaufgabe des strategischen Marketings ist der Aufbau von dauerhaften Wettbewerbsvorteilen, eine zentrale Rolle hat die Entwicklung von Marketingstrategien inne
  • Unternehmen erreichen Wettbewerbsvorteile wenn es ihnen gelingt die Bedürfnisse der Zielgruppe besser zu befriedigen als es die relevanten Wettbewerber können
  • Wettbewerbsvorteile werden erreicht wenn der angestrebte Vorteil
    • für die Zielgruppe relevant ist
    • dauerhaft und langfristig erreichbar ist
    • von der Zielgruppe wahrgenommen wird
    • für das Unternehmen wirtschaftlich realisierbar ist
    • von dem Unternehmen vermittelbar ist
    • einzigartig ist
  • strategische Unternehmensziele sind der Rahmen für die Entwicklung der strategischen Marketingziele
  • strategische Marketingplanung bezieht sich auf SGE, Produkte und Produktgruppen
  • detaillierter Entwurf der Marketinginstrumente ist Gegenstand der operativen Marketingplanung
  • Prozess des strategischen Marketing
    1. Umweltanalyse
      Analyse der internen und externen Umwelt, Stärken/Schwächen/Chancen/Risiken
    2. strategische Unternehmensplanung
      langfristig; festlegen von Unternehmenszweck, -grundsätzen, -identität, -mission; Abgrenzung des Marktes, Definition der strategischen Geschäftsfelder, Bestimmung der strategischen Stoßrichtung und Zuteilung der Ressourcen auf die strategischen Geschäftseinheiten
    3. strategische Marketingplanung
      Festlegen von SGE-Zielen, strategischen Marketingzielen, Entwicklung alternativer SGE-Marketingstrategien, Bewertung der Strategie und Entscheidung, Ableitung der nachgelagerten Strategie für Einsatz der Marketinginstrumente, Festlegen der notwendigen Marketingbudgets
    4. operative/taktische Marketingplanung
      kurzfristig; Festlegen kurz- und mittelfristiger Produkt- und Instrumentenziele, Bestimmung der Marketingmaßnahmen → Marketingmix, Festlegen der notwendigen Budgets
    5. Realisierung
    6. Kontrolle

lørdag 2. april 2016

Einführungsbegleitung durch Dritte

Einführungsbegleitung durch Dritte

  • fachliche Unterstützung seitens eines Existensgründerberaters oft hilfreich → kann helfen frühzeitig eintretende Fehlentwicklungen zu identifizieren und geeignete Maßnahmen vorzuschlagen
  • verschieden Formen:
    • bilateraler Kontakt zwischen Existenzgründer und Berater
    • ehrenamtliche Basis
    • Honorarbasis
    • Dienstleister innerhalb eines Gründerzentrums (Beraterteams)
  • erfahrene Berater wissen wo sie Existenzgründer gezielt entlasten können → Betrachtung der Geschäftsidee aus einer anderen (neutralen) Perspektive → evtl. Neubewertung
  • auch nach Unternehmensgründung sind Netzwerke darauf ausgerichtet weitere Ideenvielfat anzuregen und zu realisieren
  • verschiedenartige Zugriffe auf materielle und immaterielle Ressourcen sowie wertvolle qualitätsgesicherte Informationen zeichnen ein stabil funktionierendes Netzwerk aus → messbarer Erfolgsfaktor

Inkubatoren

  • Existenzgründung als langwieriger Entwicklungsprozess, der fortlaufend beobachtet und unterstützt wird, damit letztendlich ein selbständig überlebensfähiges Unternehmen entstehen kann, das sich in der Zukunft eigenständig weiterentwickeln kann
  • Hauptziel → dynamische Jungunternehmen in kurzer Zeit für einen vielversprechenden Markteintritt vorbereiten
  • Inkubatoren → infrastrukturell speziell ausgestattete Orte und Räumlichkeiten, wo Existenzgründer unter nahezu optimalen Bedingungen ihre volle Konzentration auf die Geschäftsumsetzung und deren Entwicklung legen können
  • umfassende Betreuung durch Inkubatoren helfen Existenzgründern direkt und schnell mit der Geschäftsidee zu starten
  • angeboten durch gewerbliche Entwicklungsgesellschaften, die sich auch um Vermittlung finanzieller Mittel und Fördergelder kümmern
  • öffentliche Technologie- und Gründerzentren, privatwirtschaftliche Unternehmen
  • Engagement dabei in der Regel nicht uneigennützig → Existenzgründer müssen ihrerseits klar vorgeschriebene Anforderungen erfüllen → z.b. Erbringung eines Nachweises über eindeutige Zugehörigkeit zur Branche, Vorlage eines inhaltlich realistischen Business Plans


Mentoren

  • Einsatz der Experten bedeutet auch gleichzeitig Kapital- und Zeiteinsatz seitens Existenzgründers
  • zentrale Aufgaben des Mentors → interaktiver Austausch mit dem Gründer
  • temporäre Zusammenarbeit als Art Partnerschaft zwischen neu in eine Organisation hineinwachsende Person und einer beruflich etablierten zu verstehen
  • Mentor selbst greift dabei nicht selbst in das Unternehmensgeschehen ein, sondern berät primär und empfiehlt effizientere Abläufe sowie inhaltliche Konzentration auf Themenbereiche wie Networking, Vermittlung gewonnener Managementerfahrung, Karriere- und Strategieberatung, Umsetzungsberatung im neu gegründeten Unternehmen
  • Einzel-Coaching → 1:1 Beziehung zwischen Mentor und Mentee, exklusive,individuell zugeschnittene Beratung
  • Team-Coaching → Gruppe mit inhaltlich sehr ähnlichen Anforderungen an Unterstützungsbedarf wird von einem Mentor begleitet
  • Projekt-Coaching → neben zu betreuender Gründerperson steht auch aufgabenspezifische Fragestellung, die es zu lösen gilt
  • Mentorenprogramm → 4 wesentliche Schritte
    • Schritt 1 → Vorauswahl der erfolgversprechendenund umsetzbaren Gründungsvorhaben
    • Schritt 2 → Durchführung des Matching d.h. Zusammenführung von Gründer und geeigneten Mentoren
    • Schritt 3 → tatsächliche Vornahme der Unternehmensgründung
    • Schritt 4 → laufende Unternehmensbetreuung
    • Mentoren können frühzeitig wertvolle Impulse liefern und / oder korrigierend eingreifen um Fehlentwicklungen vorzubeugen
  • Gründerpraktikum
    • bereits etablierte Unternehmer gewähren für einige Wochen Einblicke in Geschäftstätigkeiten
  • Beratungsgespräche zur Finanzierung
    • Mentoren verfügen auch über wertvolle Kontakte, die es Existenzgründern erleichtern, die für ihre Geschäftsidee zugeschnittene Finanzierung zu erhalten
    • oft Fehleinschätzungen seitens der Gründer zwecks Übergang in Gewinnzone → erwarten oft deutlich früher als errechnet in Phase des Geldverdienens einzutreten → Aufbauphase dauert oft einige Jahre
    • in Phasen schwieriger Auftragslage können erfahrene Mentoren durch moralische Unterstützung helfen und zum Durchhalten ermutigen

Gründungszentren

  • Existenzgründer, die sich durch hohe Innovationsorientierung auszeichnen und stärker als andere Gründer fachinhaltlich von anderen abhängig sind, können Ansiedlung innerhalb eines Gründerzentrums erwägen
  • oft in Hochschuhlnähe ansässig oder in unmittelbarer Nähe zu Unternehmen
  • auch rein wirtschaftliche Gründe sprechen für temporäre Ansiedlung in Gründerzentren → moderne Infrastruktur, anregendes Innovationsklima, preiswertes Mietniveau
  • zweckmäßige Büroräumlichkeiten, Labore und / oder Technikräume, übergreifende Sekretariatsdienste, administrative Unterstützung, Coaching und Beratungsdienste innerhalb des Gründerzentrums → spart Zeit und ist Aufbau eines Netzwerkes förderlich

Das Unternehmen ist gegründet Aspekte unternehmerischer Entscheidungsprozesse

Das Unternehmen ist gegründet
Aspekte unternehmerischer Entscheidungsprozesse

Bestimmung der individuellen Unternehmenskultur und -ethik

  • ausgebildete und im Detail geformte Unternehmenskultur besteht im Idealfall überwiegend aus leistungsfreundlichen Werten wie Kundenorientierung, Freude an der Arbeit, Begeisterung für ein Produkt, bzw. eine Dienstleistung, Präzision, Leistungsbereitschaft, offene Kommunikation der Mitarbeiter untereinander über alle Hierarchieebenen hinweg
  • dem Existenzgründer kommt herausragende Rolle zu:
    • sichtbares, durch Dritte wahrnehmbares Vorleben der Einstellungen und Verhaltensweisen → soll sich auf Mitarbeiter übertragen und sich verstärken

Gestaltung der Aufbau- / Ablauforganisation

  • Gestaltung der unternehmensinternen Ablauf- und Aufbauorganisation hat meist nur für einen bestimmten Zeitraum Gültigkeit
  • speziell wenn ein Alleingründer etabliert ist und expandieren will, muss sich ursprüngliche Selbstorganisation in breiter angelegte Organisation mit Aufgabendelegation konvertieren
  • Funktionale Organisation und Rollenträger
    • funktionale Organisationsstruktur → Stellen bzw. Abteilungen stehen gleichberechtigt nebeneinander auf einer Hierarchieebene und agieren unabhängig voneinander innerhalb des jeweiligen Zuständigkeitsbereiches
    • prozessuales System → Inhaltsschwerpunkte orientieren sich am Verlauf und der Bereicherung der unternehmensseitig erzeugten Wertschöpfungskette → dabei liegt Dezentralisierung der Entscheidungsfindung vor, die jeweils innerhalb der Prozessaufgabenfelder betrieben wird
    • Matrixorganisation → Mehrlinienorganisation, die funktionale und prozessuale Merkmale miteinander kombiniert → erhöhter Abstimmungs- und Kommunikationsbedarf
  • Projekt- / Teamorganisation
    • Team als Instrument zur Erreichung einer gemeinsamen Zielsetzung, das im gleichgerichteten unternehmerischen Sinne denkt und handelt
    • ab zwei aktiven Mitgründern empfiehlt sich klare Aufgabentrennung und -zuweisung → Aufgaben bleiben nicht unbearbeitet oder werden doppelt bearbeitet
    • durch unterschiedliche Fähigkeiten der eingesetzten Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens können Kräfte gebündelt und Aufgaben besser verteilt werden
    • sinnvoll ist Trennung zwischen kaufmännischen und technischen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten
    • innerhalb der Existenzgründungsphase müssen Konstellationen und Zuständigkeiten immer wieder aufs neue ausprobiert, bewertet und bestehende Zustände nachjustiert werden
    • in Anfangsphase zunächst auf fest definierte Hierarchieebenen und klare Weisungsbefugnisse verzichten, stattdessen gemeinschaftliche Ideenfindung und Gruppenentscheidung/ -verantwortung betreiben

Personaleinsatz und deren Führung

  • Aspekt der internen Stellenausschreibung bei Existenzgründern spielt i.d.R keine Rolle
  • neu gegründete Unternehmen wollen Mitarbeiter häufig sehr flexibel einsetzen
    bedarfsgerechte Reaktion auf Situationen guter / schlechter Auftragslage
  • Präsentation der eigenen Firma im Internet → Bereich „offene Stellen“ auf Homepage aber auch professionelle Jobbörsen, soziale Netzwerke (XING AG, Linked), Verknüpfung zu Hochschulen, hochschuhlnahe Institute → um an Mitarbeiter zu gelangen
  • Zeitungsannoncen und Agentur für Arbeit verlieren zunehmend an Bedeutung bei Vermittlung

Gestaltung relevanter Marketingmaßnahmen

Unternehmenspotential: Situations- und Umfeldanalyse
  • Situations- und Umfeldanalyse sind immer wiederkehrende Tätigkeiten → nicht nur während der Gründungsphase, sondern während der gesamten Unternehmenslebensdauer
  • interne Bewertung → (Situationsanalyse) die vom Unternehmen prinzipiell mitgestaltbaren Rahmenbedingungen mit Wirkungen auf Unternehmenserfolg
  • externe Bewertung → (Umfeldanalyse) wenig beeinflussbare Parameter, die aus marktwirtschaftlicher Richtung den Unternehmenserfolg beeinflussen
  • in Existenzgründungsphase sind Markt- und Konkurrentenanalyse essentielle Schwerpunkte → Identifikation attraktiver Arbeitsgebiete mit vermeintlich positiven Ausgangsbedingungen für deren Bearbeitung, Schaffung wahrnehmbarer Wettbewerbsvorteile in Form dauerhaft angelegter Überlegenheitspositionen
  • Relevante Aufgaben und Methoden → Abgrenzung des Zielmarktes, Charakterisierung des Marktsegmentes, Analyse des Abnehmerverhaltens, Untersuchung der vorliegenden Wettbewerbssituation und -determinanten, Analyse der Marktentwicklung, Betrachtung einzelner Konkurrenten inkl. Stärke- und Schwächeanalyse, möglichst realistische Beurteilung der Marktchancen und -risiken

Markt-/ Wettbewerbsbeobachtung und -bewertung
  • rechtzeitig aktuelles Wissen und realistische Einschätzung hinsichtlich der Produkte, Preise, bedienter Vertriebswege, verwendeter Kommunikationskanäle der Wettbewerber aufbauen
  • Unternehmensseitige Aktivitäten Richtung Kunde richten sich an Verfeinerung der Kundensegmentierung, Vertiefung bestehender Kundenbeziehung, Ermittlung eines messbaren, bewertungsfähigen Kundenwertes zur gezielten Geschäftssteuerung
  • Wettbewerbsbeobachtung → managementrelevante Datensammlung, -strukturierung, -analyse verschiedener interner und externer Quellen und strategisch relevante Informationsaufbereitung für entscheidungsunterstützende Folgeprozesse innerhalb der eigenen Organisation
  • Ausrichtung der Wettbewerbsbeobachtung ist konkurrenzfokussiert und soll helfen Kundenpräferenzen festzustellen
  • strategische Ausrichtung der Wettbewerbsbeobachtung → langfristig → Ziele der Konkurrenten in Erfahrung bringen, möglichst präzise Einschätzung der Marktentwicklung → Erkenntnisse möglichst direkt auf eigenes Unternehmen übertragen
  • taktische Wettbewerbsbeobachtung → umfasst gezielte Informationen, die bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt geeignet sind, um Unternehmen als nützlichen Vorteil zu dienen und Aussagen zu Chancen und Risiken im Wettbewerb zuzulassen
  • Einsatz des Mediums Internet → bislang unbekannte Informationsquellen in qualitativ hochwertiger Form sind für jedermann zugänglich → Frühaufklärung hinsichtlich der zu erwartenden Unsicherheiten bei eintretenden Veränderungen innerhalb der Unternehmensumwelt → Veränderungsbewegungen systematisch erfassen und überwachen um daraus gewonnene Informationen in strategische Entscheidungsprozesse einfließen zu lassen
  • Branchenstruktur- und Konkurrenzanalyse auf Basis von 5 Wettbewerbskräften ergänzt um Konzept zu Konkurrenzanalyse (Einschätzung hinsichtlich der in Zukunft zu erwartender Verhaltensweisen und Haltungen der Konkurrenten) wesentlicher Bestandteil der strategischen Unternehmensführung

Entwicklung von Markteintrittsstrategien
  • Frage „Wie und Wann ist der beste Zeitpunkt zum Markteintritt“
  • Zeitpunkt berücksichtigt den eigenen Technologiestand, Vorhandensein bestehender, etablierter Marktlösungen innerhalb des Segementes
  • Pionierstrategie oder Folgerstrategie
  • in im Aufbau befindlichen Märkten scheint frühzeitiges Auftreten von Vorteil zu sein → Möglichkeit selbst Markteintrittsbarrieren für andere aufzubauen → Aufbau eines schwer zu imitierenden Alleinstellungsmerkmals
  • nachfolgende Unternehmer profitieren von rechtlich klar skizzierten Situationen am Markt ohne zeit- und kostenintensive Prozesse durchlaufen zu müssen

Abstimmung der Instrumente im Marketingmix
  • einzelnen Marketinginstrumente so miteinander kombinieren, dass bei definiertem Marketingbudget der Beeinflussungserfolg möglichst hoch ist

Produkt- und Leistungspolitik
  • Aspekt der marktkonformen Gestaltung gewinnt herausragende Bedeutung, die bedürfnisorientiert und nutzbringend wahrgenommen werden sollte
  • Produkte und Dienstleistungen immer wieder auf Marktakzeptanz und Vermarktungsfähigkeit hin überprüfen → gegebenenfalls produkt- und leistungsmäßige Neuausrichtung
  • Erfolg der Unternehmensstrategie häng in großem Maße von Kundenstruktur ab → Bewertung ob Kunden angemessen bedient werden können und Kundenstrukturen geeignet erscheinen um erfolgreich am Markt zu agieren

Preispolitik
  • Maßnahmen zur erstmaligen Preisbestimmung und -beeinflussung für am Markt angebotene Produkte und Dienstleistungen
  • stellt käuferseitig erbrachte Gegenleistung für überlassene Werte bzw. Dienstleistungen dar
  • erweitert um Konditionenpolitik sobald Aspekt der Liefer- und Zahlungsbedingungen entsprechende Berücksichtigung findet

Kommunikationspolitik
  • alle gängigen Maßnahmen, die für Informationsübermittlung erforderlich sind um auf bestimmte Kenntnisse, Meinungsbilder, Haltungen, Motivationen, Erwartungen, Verhaltensweisen, Kaufentscheidungen Einfluss zu nehmen → soll positive Verhaltensbeeinflussung beim Interessenten auslösen und zum Kauf bewegen
  • unternehmensspezifisch definierte Kommunikationsziele → Bekanntheitsgrad, Wissensinhalte, Imageaufbau, Imagegewinn
  • Pressearbeit → richtet sich direkt an Medienvertreter in Form von Journalisten bei Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk, Fernsehsender
  • Printmedien → gedruckte Materialien
  • Mailing → Zielgruppen in elektronischer Form auf preiswerte Art und Weise kontaktieren
  • Fernseh- / Radiospots → Erreichung und Durchdringung des Massenmarktes in kurzer Zeit bei entsprechend hoher Wiederholungsfrequenz
  • Internet → vielzählige Webseiten als Werbeträgerflächen, Suchmaschineneinträge professionell aufbereiten, Kooperationsmöglichkeiten von diversen Anbietern untereinander

Distributionspolitik
  • Übertragung der erbrachten Leistung an den Käufer
  • zwei Möglichkeiten:
    • direktes Austauschverhältnis → Unternehmer liefert in Form einer speziellen Auftragsarbeit an bekannten Abnehmer und bedient diesen exklusiv mit einem vertraglich beschriebenen Produkt / Dienstleistung
    • indirektes Austauschverhältnis → Unternehmer vertreibt standardisierte Produkte / Dienstleistungen → keine Abnahmegarantie, oft Einschaltung eines Absatzmittlers / Vertriebspartners

Absicherung der Gründungsexistenz

Absicherung der Gründungsexistenz

  • Risikomanagement durchläuft 3 Phasen
    • Risikoerkennung
    • Risikobewertung
    • Risikobewältigung
  • Existenzschützende Versicherungen
    • Kranken- und Pflegeversicherung
    • Unfallversicherung
    • Berufsunfähigkeitsversicherung
    • Sachversicherungen
    • Vermögensversicherungen
  • mittels Risikoanalyse gelingt es Existenzgründern auf einfache Art und Weise auftretende Risiken frühzeitig zu erkennen, einzuschätzen, ihre Dimensionen abzuschätzen und adäquate Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Verminderung zu ergreifen → angemessener Risikoschutz ist immer auch mit dauerhaften finanziellen Verpflichtungen verbunden
  • wesentliche Vorsorgeformen zur Sicherung der Arbeitsleistung und finanziellem Ausgleich bei zeitweise oder dauerhaftem Verlust der persönlichen Arbeitskraft:
    • Krankenversicherung → Behandlungskosten im Krankeitsfall
    • Verdienstausfallversicherung → Fortzahlung eines Unternehmerlohnes
    • Berufsunfähigkeitsversicherung → bei Berufsunfähigkeit
    • Risikolebensversicherung → bei plötzlichem Tod des Unternehmers
    • Unfallversicherung → Versicherungsschutz bei Arbeitsunfällen und / oder Berufskrankheiten
    • Lebensversicherung → mit Einmalkapitalauszahlung oder mit umwandelbarer Rentenoption bzw. Rentenversicherung

Franchising als alternatives Gründungskonzept

Franchising als alternatives Gründungskonzept

  • gegen Bezahlung einer festgelegten Franchisegebühr kann ein fertiges, i.d.R. Mehrfach bewährtes Konzept genutzt werden um als selbständiger Unternehmer am Markt zu agieren
  • Franchisevertrag bildet essentielle Basis zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer
  • Vorteil für Franchisenehmer
    • bestehendes zum Teil langjährig etabliertes Unternehmenskonzept
    • erfolgreich eingeführte und überregional bekannte Marke
    • Angebotene Produkte / Dienstleistungen sind sehr umfangreich vor Einführung auf Marktakzeptanz geprüft
    • Abschätzbares Risiko bei Investitionsentscheidung
    • Preisvorteile bei Ressourcenbeschaffung
    • laufende Schulungen, persönliche Beratung, Werbematerialbereitstellung, Weiterbildungsmaßnahmen
  • Nachteile
    • zum Teil stark eingeschränkte unternehmerische Entscheidungsfreiheit
    • Franchisesystem und -konzept diktiert maßgeblich den wirtschaftlichen Erfolg
    • kaum individuelle Gestaltungsfreiräume bei Produkten / Dienstleistungen
    • Vertragsdauer beschränkt möglicherweise die selbständige Existenzphase
    • zum Teil hohe laufende Franchisegebühren und hohes Startkapital verzögern Eintritt in Gewinnphase

Rechte und gesetzliche Pflichten innerhalb der Gründungsphase

Rechte und gesetzliche Pflichten innerhalb der Gründungsphase

  • Anmeldeformalitäten
    • Gewerbeanmeldung
    • Handelsregistereintrag → Rechtssicherheit im Handelsverkehr
    • Anmeldung bei der Agentur für Arbeit
    • Anmeldung beim zuständigen Finanzamt
    • Anmeldung bei einer Krankenkasse
    • Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft für gesetzliche Unfallversicherung → muss binnen Wochenfrist geschehen
    • Anmeldung zur gesetzlichen Sozialversicherung (Pflege-, Renten-, Arbeitslosenversicherung)
    • Anmeldung bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer bzw. Handwerkskammer
    • Gerwerbeanzeige bei der am Geschäftssitz ansässigen Gemeinde
  • Unternehmenssteuern sind frühzeitig zu kalkulieren und mittels Rücklagen für evtl. Nachzahlungen bereitzuhalten
  • nach formal abgeschlossener Unternehmensgründung erfolgt Festsetzung der fälligen Steuerzahlungen auf perspektivisch erzieltem Umsatz und Gewinn
    oft werden gezielt steuerrelevante Merkmale niedrig gehalten um geringe Steuerlast zu erwirken → nach Ablauf des Geschäftsjahres werden die tatsächlich fälligen Steuern ermittelt → bei zu niedrigen vorberechneten Steuern kann es zu erheblichen Nachzahlungsforderungen kommen
  • Kleinunternehmerregelung → Verzicht auf umfangreiche Umsatzsteuerdeklaration → erzielter Umsatz darf dabei aber nicht mehr als 17.500€ für abgelaufenes Kalenderjahr und für laufendes Geschäftsjahr realisierter Umsatz nicht mehr als 50.000 € → bindet Unternehmen auf 5 Jahre → interessant wenn der Geschäftsbetrieb Grenzen höchstwahrscheinlich nicht überschreitet