lørdag 6. juni 2015

Ziele der Organisation und zugehörige Effektivitätskriterien

Die maßgeblichen Ziele der Organisation sind:
  • Zweckmäßige Aufgabenverteilung → Den Mitarbeitern sind die Aufgaben innerhalb des Unternehmens unter qualitativen und quantitativen Aspekten so zuzuordnen, dass sie den Fähigkeiten und Qualifikationen des Mitarbeiters entsprechen. Mögliche Effektivitätskriterien sind:
    • Reibungsloser Prozessablauf
    • Übereinstimmung von Kompetenz, Aufgabe und Verantwortung
    • Integration von Lerneffekten in die Tätigkeit des Mitarbeiters
  • Harmonisation → Das Unternehmen ist so zu organisieren, dass sich möglichst wenige Konflikte innerhalb des Unternehmens ergeben und die Ziele der Organisation nicht in Widerspruch zu den Unternehmenszielen stehen. Mögliche Effektivitätskriterien sind:
    • Übereinstimmung von Struktur, Unternehmensstrategie, Managementphilosophie und Unternehmenssituation
  • Bedarfsgerechte Information und Kommunikation → die Organisation hat eine Infrastruktur in der Form bereitzustellen, dass der für eine Aufgabenstellung Verantwortliche auf alle benötigten Informationen und Gesprächspartner zurückgreifen kann. Mögliche Effektivitätskriterien sind:
    • Bereitstellung von Wissen, das zur Erfüllung von betrieblichen Aufgaben Voraussetzung ist
    • Vermeidung von Informationspathologien
    • Sinnvolle Verarbeitung, Verknüpfung und Ablage von Informationen
  • Qualität der Entscheidungen → das Unternehmen soll so organisiert sein, dass eine günstige Basis für eine rechtzeitige und fundierte Problemerkennung und -analyse geschaffen wird. Mögliche Effektivitätskriterien sind:
    • Inanspruchnahme der Kreativität von Mitarbeitern
    • Entscheidungen werden umgesetzt
    • rechtzeitiges Erkennen und ausreichendes Analysieren von Problemstellungen
  • Umfassende Ressourcennutzung → bedarfsgerechte Beschaffung und Bereitstellung von Ressourcen in Form von Sachmitteln und Personal. Mögliche Effektivitätskriterien sind:
    • Personal- und Sachmittelkapazitäten werden sinnvoll genutzt
    • Bedarfsgerechte Beschaffung und Bereitstellung von Personal und Sachmitteln
  • Motivation und Zufriedenheit → die Aufteilung der anfallenden Aufgaben soll die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter fördern. Mögliche Effektivitätskriterien sind:
    • Arbeitsinhalte werden entwickelt, die den Ansprüchen des aufgrund seiner persönlichen und fachlichen Voraussetzungen genügen
    • Einbeziehung des Mitarbeiters
    • Vermeidung von Konfliktursachen
  • Flexibilität und Stabilität → die Organisation soll für eine Verminderung von Konfusionen und Unsicherheiten sorgen und dafür dass das Unternehmen in der Lage ist spontan und flexibel auf Umweltveränderungen reagieren kann. Mögliche Effektivitätskriterien sind:
    • Konfusionen und Unsicherheiten werden durch eine routinierte, standardisierte Vorgehensweise vermieden
    • keine zusätzliche Ressourcenbeschaffung notwendig, da eine aktivierbares Ressourcenpotential vorhanden ist
    • problemlose Durchführung von Anpassungsnotwendigkeiten bei Umweltveränderungen
Alle genannten Ziele der Organisation und damit auch die zugehörigen Effektivitätskriterien sind dynamisch und können nicht voneinander isoliert betrachtet werden, da sie sich wechselseitig beeinflussen und sich ständig ändernden Umweltbedingungen unterworfen sind.

Unterschiede zwischen den einzelnen Koordinationsformen

Die Notwendigkeit der Koordination ergibt sich aus der Arbeitsteilung. Tätigkeiten der einzelnen Unternehmensmitglieder sollen zielbezogen aufeinander abgestimmt und ausgerichtet werden und somit eine Zusammenarbeit herbeigeführt werden. Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwei Formen der Koordination. Zum einen die Vorauskoordiantion und zum anderen die Feedbackkoordination. Die Vorauskoordination ist das voraussschauende Abstimmung von Tätigkeiten. Wohingegen die Feedbackkoordination lediglich eine Reaktion auf Störungen darstellt. Es werden immer beide Formen in einem Unternehmen realisiert. Je mehr die Vorauskoordination zunimmt, desto geringer ist tendenziell die Feedbackkoordination und umgekehrt. Innerhalb dieser beiden Varianten ist es wiederum möglich vielfältige Koordinationsformen anzuwenden. Dabei unterscheidet man die personenorientierte, die strukturelle und die technokratische Koordination. Bei der personenorientierten Koordination versteht man die Koordination durch persönliche Weisungen und Selbstabstimmung innerhalb einer Gruppe. Die strukturelle Koordination kann mittels Bildung von miteinander verbundenen (Arbeits-) Gruppen und die Schaffung von autonomen Einheiten umgesetzt werden. Wohingegen sich die technokratische Koordination vor allem durch Planungssysteme, Vorgabe von Regeln und die Implementierung von Regelkreisen äußert und somit einen eher unpersönlichen Charakter aufweist.

fredag 5. juni 2015

das erwerbswirtschaftliche Prinzip

Betriebe und Unternehmen in marktwirtschaftlichen Wirtschaftssystemen haben das erwerbswirtschaftliche Prinzip als Zielsetzung. Das erwerbswirtschaftliche Prinzip ist ein Orientierungsgrundsatz für wirtschaftliches Handeln, das auf das Erzielen von Überschüssen ausgerichtet ist. Betriebe und Unternehmen, die nach dem erwerbswirtschaftlichen Prinzip handeln, streben danach durch ihre wirtschaftliche Betätigung Gewinne zu erzielen. Das erwerbswirtschaftliche Prinzip beinhaltet also eine langfristige, relative Gewinnmaximierung und ist somit das Gegenteil zur Bedarfsdeckungswirtschaft.
Das erwerbswirtschaftliche Prinzip verknüpft die Vorstellungen der Nationalökonomie mit einzelwirtschaftlichen Prinzipien. Die Befolgung des erwerbswirtschaftlichen Prinzips kann zur Optimierung der Bedarfsdeckung in der Volkswirtschaft beitragen. Der Zweck eines Unternehmens ist es Güter herzustellen und zu verkaufen oder Dienstleistungen anzubieten und zu verkaufen. Das geschieht nach dem Prinzip der relativen, langfristigen Gewinnmaximierung, also dem erwerbswirtschaftlichen Prinzip. Unternehmen und Betriebe ermitteln und erkennen Marktchancen autonom (eigenständig) auf Grundlage des erforschten und antizipierten (erwarteten) Bedarfs. Wirtschaftssubjekte empfinden einen Mangel oder Güter sind knapp. Daraus resultiert die Bereitschaft einen Preis zu zahlen. Allerdings ist niemand bereit einen beliebig hohen Preis zu zahlen und jeder kauft bei dem Unternehmen, das über das beste bzw. günstigste Angebot verfügt. Gleichzeitig stehen Produktionsfaktoren nur in begrenzter Menge zur Verfügung. Aufgrund dessen werden Unternehmen gezwungen diese Produktionsfaktoren rational einzusetzen und Güter und Dienstleistungen anzubieten, die nicht schon im Überfluss vorhanden sind, für die also eine entsprechende Nachfrage am Markt existiert (Marktlücke). Dadurch ist ein Verkauf der produzierten Güter und angebotenen Dienstleistungen mit maximalem Gewinn möglich und gleichzeitig wird die Bedarfsdeckung in der Volkswirtschaft optimiert.

Bedürfnisse und Bedarf

Bedürfnisse sind Wünsche der Menschen, die aus einem Gefühl des Mangels und dem Wunsch diesen Mangel zu beseitigen, entstehen. Sie sind Motor und Motivation für den Wirtschaftsprozess. Man unterscheidet Existenzbedürfnisse (lebensnotwendig wie z.B. Nahrungsaufnahme, Trinken, Schlafen), Grundbedürfnisse (in Abhängigkeit des sozialen und kulturellen Lebens z.B. Waschmaschine, Kühlschrank), Luxusbedürfnisse (Güter, die nicht zum täglichen Leben benötigt werden, aber Status und Erfolg symbolisieren z.B. Yacht, Rolex Uhr und/oder den Lebensstandard deutlich erhöhen z.B. Swimmingpool, eigene Sauna) und immaterielle Bedürfnisse (können nicht durch Sachgüter befriedigt werden z.B. Bildung, soziale Kontakte, Sicherheit, Zugehörigkeit zu einer Gruppe). Die Grenzen zwischen diesen unterschiedlichen Bedürfnissen verlaufen fließend und sind in jeder Gesellschaft und bei jedem einzelnen Individuum anders definiert.

Der Bedarf ist ein konkretisiertes, also ein mit Kaufwillen ausgestattetes Bedürfnis, d.h. das Wirtschaftssubjekt muss bereit sein, einen Preis zu zahlen. Damit sich der Bedarf am Markt als Nachfrage realisieren kann, muss das Wirtschaftssubjekt über entsprechende finanzielle Mittel verfügen.
Bedürfnisse sind gemäß des "Unersättlichkeitsaxioms" in unbegrenzter Menge vorhanden. Damit Industrie und Handel Bedürfnisse in Bedarf und somit auch Nachfrage am Markt umwandeln können, sollte also der Kaufwille gefördert bzw. gestärkt werden. Das kann auf unterschiedliche Art und Weise geschehen. Sehr populär sind Finanzierungsangebote (Ratenzahlungen) oder Angebote für Zahlungsaussetzungen für einen gewissen Zeitraum. Das Wirtschaftssubjekt bekommt so das Gefühl, dass es sich das Produkt leisten kann, besonders dann wenn anstelle des eigentlichen Gesamtpreises für das Produkt, die einzelnen monatlichen, niedrigen Ratenzahlungen als Preis in Werbebroschüren aufgeführt werden. Diese Taktik ist besonders angebracht bei teureren Produkten, die nicht ständig erneuert werden müssen wie z.B. Auto, Waschmaschine und PC. Bei billigeren, häufiger zu ersetzenden Produkten sind Taktiken, wie z.b. "2 zum Preis von 1" oder "kaufe Produkt A und bekomme Produkt B als kostenlose Zugabe" angebracht um den Kaufwillen zu steigern.

Kennzahlen zur Messung des Wirtschaftlichen Handelns

Wirtschaftliches Handeln ist über die Kennzahlen Produktivität, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität und Liquidität messbar. Diese Kennzahlen ersetzen dabei intuitive Urteile durch nachprüfbare Daten, schaffen eine Vergleichsbasis und erlauben damit objektive Vergleiche. Weiterhin präzisieren die Kennzahlen wirtschaftliche Ziele und erlauben eine Beurteilung darüber inwieweit diese Ziele erreicht wurden. Anhand der Kennzahlen sind Vergleiche möglich über die Zeit (gibt es auffällige Veränderungen zu den Vorjahren?), mit Anderen (Wie sind wir im Vergleich zu anderen? Wie ist die Entwicklung im Vergleich zu anderen?) und mit Soll-Werten (Wurden die gesetzten Ziele erreicht? Wie ist die voraussichtliche Entwicklung?).
Die Funktionen der Kennzahlen sind:
  1. Wahrnehmungsfunktion: Kennzahlen sensibilisieren für Aspekte, die sonst eventuell nicht wahrgenommen werden würden und machen reale Situationen bewusster und greifbarer. Außerdem ersetzen Kennzahlen intuitive, oft pauschale, undifferenzierte Urteile durch nachprüfbare und vergleichbare Daten.
  2. Kommunikationsfunktion: Kennzahlen regen dazu an über die Realität und dokumentierte Aspekte zu diskutieren und sich mit den Entwicklungen kritisch auseinanderzusetzen.
  3. Anreizfunktion: Kennzahlen erlauben eine präzise und herausfordernde Zielsetzung.
  4. Controllingfunktion: Kennzahlen erlauben eine objektive Überprüfung der Zielerreichung und ermöglichen es eventuellen Fehlentwicklungen entgegenzuwirken.
  5. Marketingfunktion: Anhand von Kennzahlen werden Erfolge sichtbar und ein Werben für Unterstützung des öffentlichen Anliegens des Unternehmens wird möglich.
Die Entwicklung, Pflege, Nutzung und Auswertung von Kennzahlen ist eine der wichtigsten Aufgaben des Controlling.
Die einzelnen Kennzahlen erlauben unterschiedliche Aussagen über das wirtschaftliche Handeln eines Unternehmens.
  1. Die Produktivität ist ein Maß für die mengenmäßige Ergiebigkeit der einzelnen Produktionsfaktoren, also eine mengenmäßige Betrachtung. Dem Output (Ausbringungsmenge) wird er Input (Faktoreinsatzmenge) gegenübergestellt. Eine sinnvolle Aussage lässt sich allerdings erst treffen wenn man mehrere Produktivitäten (z.b. Die Produktivitäten vorangegangener Jahre und des aktuellen Jahres) miteinander vergleicht.
  2. Die Wirtschaftlichkeit ist eine wertmäßige Betrachtung. Sie operiert mit den Wertzuwächsen (Erträge) und dem Wertverzehr (Aufwendungen) eines Zeitabschnittes. Aus der Gegenüberstellung der beiden Größen resultiert eine dimensionslose Größe, die für sich allein betrachtet nur eine Aussage darüber erlaubt, ob ein Unternehmen gewinnbringend gewirtschaftet hat. Vergleicht man die Kennzahl Wirtschaftlichkeit verschiedener Unternehmen miteinander, kann man Aussagen über Konkurrenzfähigket und Branchendurchschnitt eines Unternehmens treffen, unabhängig von Veränderungen im Zeitablauf und ohne die unterschiedlichen Strukturen der einzelnen Branchen und Unternehmen berücksichtigen zu müssen.
  3. Die Rentabilität basiert auf dem in einem bestimmten Zeitabschnitt erzielten Gewinn. Dieser Gewinn wird in Beziehung zu einer Kapitalgröße oder Umsatz gesetzt. Unterschieden werden:
  • Eigenkapitalrentabilität – Der Gewinn eines Zeitabschnittes wird dem Eigenkaptital gegenüber gestellt und ergibt die Verzinsung des vom Unternehmers zur Verfügung gestellten Kapitals. Wird schließlich der Zinssatz als Vergleichsgröße herangezogen, der alternativ bei Wertpapieranlage oder bei einer Geldanlage bei einer Bank erreicht worden wäre, lässt sich überprüfen ob sich die unternehmerische Tätigkeit und das damit verbundene Risiko rentiert haben.
  • Gesamtrentabilität – Im Nenner befindet sich hier das Gesamtkapital. Das ermöglicht Rückschlüsse darauf, ob das gesamte dem Unternehmen zur Verfügung stehende Kapital sinnvoll verwendet wurde. Aussagen darüber, welches Unternehmen im Sinne des ökonomischen Prinzips besser gearbeitet hat, lassen sich treffen wenn die Fremdkapitalzinsen im Zähler berücksichtigt werden, und somit die unterschiedlichen Kapitalstrukturen im Zeitverlauf in den verschiedenen Unternehmen bereinigt werden.
4. Die Liquidität spiegelt nur das Bild an einem Tag wieder und lässt keine Rückschlüsse auf eine zukünftige Liquidität zu. Sinnvolle Aussagen sind nur möglich wenn man z.b. Die Veränderung der Liquidität im Zeitvergleich betrachtet oder wenn die Liquidität unterschiedlicher Branchen zum Zweck allgemeiner Analysen betrachtet werden soll.

Produktionsfaktoren in der Betriebswirtschaft und der Volkswirtschaft

Die klassischen Produktionsfaktoren in der Volkswirtschaft sind Arbeit, Boden, Kapital und Wissen. Diese Produktionsfaktoren werden unterteilt in originäre und derivative Produktionsfaktoren. Originäre Produktionsfaktoren sind die ursprünglichen Produktionsfaktoren, die in jeder Gesellschaft, bei jeder menschlichen Lebensform ohne Zutun vorhanden sind. Dazu zählen Arbeit und Boden. Zu den derivativen (sekundären, abgeleiteten) Produktionsfaktoren zählt man Kapital und Wissen, weil diese erst durch eine Kombination der originären Produktionsfaktoren gebildet werden. In der Volkswirtschaft zählen zum Faktor Arbeit alle Formen menschlicher Tätigkeit, zum Faktor Boden werden alle natürlichen Ressourcen gezählt, der Faktor Wissen wird als Ressource im Leistungserstellungsprozess verwendet und der Faktor Kapital beinhaltet alle Produktionsgüter und Konsumgüter, die noch gelagert sind und noch nicht in den Bereich privater Haushalte übergegangen sind. Geld zählt nach dieser Definition nicht zum Kapital, da mit Geld allein nichts produziert werden kann, nur mit Gütern, die mit Geld erworben wurden. Geld ist also nur ein Äquivalent zum Kapital, das benötigt wird um die Faktoren Arbeit, Boden und Kapital zu erwerben.
In der Betriebswirtschaft werden die Produktionsfaktoren stärker differenziert. Eine Unterteilung von Boden und Kapital ist in dem Sinne für ein Unternehmen nicht von Interesse. Es ist wichtig, dass Standort, Abbau- und Anbaufläche überhaupt vorhanden sind und nicht, dass sie als Boden ursprünglich vorhanden sind. Es ist ebenfalls uninteressant, dass eine Maschine erst hergestellt werden muss und somit in der Volkswirtschaft als Kapital bezeichnet wird. Es ist nur wichtig dass diese Maschine überhaupt zur Verfügung steht. Die Betriebswirtschaft unterteilt in Produktionsfaktoren in Gebrauchsgüter (Betriebsmittel), Güter, die langfristig zur Verfügung stehen und dauerhaft gebraucht werden und Verbrauchsgüter (Werkstoffe), Güter, die sich im Produktionsprozess verbrauchen bzw. ver- oder bearbeitet werden. Betrachtet man einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Mähdrescher, Ackerfläche und Dünger als Beispiel, so zählen in der Volkswirtschaft Mähdrescher und Dünger beide zum derivativen Faktor Kapital, während die Ackerfläche zum originären Faktor Boden zählt. In der betriebswirtschaftlichen Betrachtung hingegen werden Ackerfläche und Mähdrescher zu den Gebrauchsgütern gezählt und Dünger zu den Werkstoffen bzw. Verbrauchsgütern. In der Betriebswirtschaft hat der Faktor Arbeit einen besonderen Stellenwert. Während der Produktionsfaktor Arbeit in der Volkswirtschaft zu den originären Faktoren zählt und für eine detaillierte Betrachtung unzureichend ist, zählt in der Betriebswirtschaft nur die ungelernte Arbeitskraft zu den originären Faktoren. Jeder ausgebildete Arbeiter ist hingegen das Ergebnis eines Produktionsprozesses. Der größte Unterschied zwischen den volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Produktionsfaktoren ist die Herauslösung der dispositiv anordnenden Arbeitsleistung und ihrem besonderen Stellenwert für die betriebswirtschaftliche Analyse. Die dispositiven Produktionsfaktoren werden in der Betriebswirtschaft unterteilt in originär und derivativ. Zu den originären Faktoren zählen hier Geschäftsleitung und Betriebsleitung während Planung und Organisation bei den derivativen Faktoren einzuordnen sind. Die Planung beschäftigt sich mit den Vorbereitungen zur Umsetzung der Ziele der Geschäftsleitung, sie analysiert und ordnet dafür notwendige Arbeitsschritte. Ziel der Planung ist es Zufälligkeiten und Unzulänglichkeiten, die die Zielerreichung gefährden könnten im Vorfeld weitestgehend auszuschalten. Die Organisation beschäftigt sich dann mit der Umsetzung des Geplanten.


torsdag 4. juni 2015

Konzepte der Lohngerechtigkeit

    • Anforderungsgerechtigkeit → wird über Arbeitsbewertung angestrebt, stellt auf Schwierigkeit der Arbeit ab, basiert idR auf Genfer Schema, bildet sich im Zeitlohn ab, qualitatives und quantitatives Arbeitsergebnis haben keinen Einfluss
    • Leistungsgerechtigkeit → stellt auf Arbeitsergebnis ab, basiert auf Normalleistung, ist sinnvoll wenn Mitarbeiter quantitatives und qualitatives Arbeitsergebnis beeinflussen kann, typischer Einsatz im Akkord- und Prämienlohn
    • soziale Gerechtigkeit → berücksichtigt sozialen Status des Mitarbeiters (Alter, Familienstand...), daneben auch Bezahlung bei Urlaub, Krankheit...
    • da in den meisten Bereichen der täglichen Arbeitswelt das quantitative Arbeitsergebnis einerseits nur noch in geringem Umfang beeinflussbar ist und gleichzeitig auf Aspekte wie Qualität und Kundenorientierung zunehmend Wert gelegt wird, scheint die Leistungsgerechtigkeit auf den ersten Blick nur noch wenig Bedeutung zu haben. Durch den Einsatz von Prämienanteilen an Lohn und Gehalt können insbesondere qualitative Aspekte verstärkt in den Vordergrund der Leistungsgerechtigkeit rücken